Das Bundesverfassungsgericht

Am 15.08.18 hat die Klasse 10 b eine Unterrichtsfahrt zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe unternommen. Da wir zu früh waren konnten wir noch den Botanischen Garten besichtigen, der sich direkt hinter dem Bundesverfassungsgericht befindet. Zum ersten Fototermin hat er sich hervorragend geeignet. 

Dann ging es los:

Zuerst mussten wir durch eine Sicherheitskontrolle, die von 4 Bundespolizisten durchgeführt wurde. 

Nach einer kurzen Einführung durch die Direktorin der Bibliothek des Bundesverfassungsgerichts wurden wir zum Sitzungssaal geführt. Dort erklärte sie uns welche Aufgaben das höchste Gericht unseres Staates hat und wie es entstanden ist. Unter anderem haben wir beispielsweise erfahren, dass das Bundesverfassungsgericht aus zwei Senaten mit jeweils acht Mitgliedern besteht oder dass jeder Bürger Klagen einreichen darf, wenn er sich in seinen Grundrechten verletzt fühlt. Gehört haben wir, dass das Bundesverfassungsgericht mit einer Fülle von Klagen zu tun hat. Die Verfassungsrichter müssen ein extrem umfangreiches Aktenstudium betreiben und ein sehr gutes Urteilsvermögen aufweisen. Wenn sie entschieden haben, ist das Urteil für alle Bürger im Staat verbindlich. Erst mit 40 Jahren kann man zum Verfassungsrichter gewählt bzw. ernannt werden. 12 Jahre dauert die Amtszeit eines Verfassungsrichters maximal. Es ist eine besondere Ehre ein solches Amt auszuüben, für das man außerordentliche Fähigkeiten aufweisen muss. Optisch heben sich die Verfassungsrichter durch die rote Amtsrobe von Richtern anderer Gerichte ab.

Die Juristin hat mit uns auch über aktuelle Themen gesprochen, die das Bundesverfassungsgericht im Sommer 2018 entschieden hat. Es ging bei den jüngsten Urteilen um die Fixierung am Krankenbett und den Schutz von Menschenwürde und der Freiheit der Person. Erwähnt wurde auch die Rechtmäßigkeit der bestehenden Rundfunkgebühr.

Die Führung durch das höchste Gericht nahm drei Stunden in Anspruch. 

Jedoch hatten wir noch zwei Stunden Zeit um die Stadt noch näher kennen zu lernen. 

Nach einer ausgiebigen Mahlzeit im Mc Donald‘s besuchten die meisten bei wunderschönem Wetter den Schlosspark. 

Um 16 Uhr war Treffpunkt am Bus und um 18 Uhr kamen wir mit einem neuen Eindruck vom höchsten Gericht unseres Staates wieder in Landstuhl an.

Es war ein toller Tag und ein unvergessliches Erlebnis.