Projekttage am Ende des Schuljahres 2017/2018

Zum Ende des vergangenen Schuljahres veranstaltete die IGS Am Nanstein Projekttage. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit sich in den verschiedensten Projekten nach ihren Vorlieben mit unterschiedlichen Themen auseinander zu setzen.

Es gab u.a. die Projekte: PopArt, Mädchenfußball, Orientierung mit Karte und Kompass sowie Berufswelten. Hier einige Impressionen ...

Projekt: Orientierung mit Karte und Kompass

Auch im Zeitalter von GPS und digitalen Karten wollte unsere Gruppe von 23 Schülerinnen und Schülern die Umgebung unserer Schule IGS Am Nanstein in Landstuhl mit Karte und Kompass erforschen und vielleicht noch unbekannte Wege und Orte entdecken.

Am ersten Tag unseres dreitägigen Projekts trafen wir uns morgens um 7.55Uhran der Sickingen Sporthalle. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung durch unsere beiden Lehrer Frau Altherr und Herr von Ehr wurden wir schon schnell mit unserem Equipment für die nächsten drei Tage eingedeckt: mit Karte und Kompass.

Unser erstes Ziel war die Burg Nanstein in Landstuhl. Hört sich zuerst einfach an, die Schwierigkeit bestand allerdings diesen Weg nur durch den Wald zu finden. Also waren asphaltierte Wege tabu. Nach dem Einnorden unserer Karten ging es los. Nach einigen kurzen Stopps,um tatsächlich den richtigen Weg zu finden, hatten wir es geschafft und machten als Belohnung eine Essenspause an der Burg bei traumhaften Wetter und Ausblick. Von der Burg aus sahen wir schon unser nächstes Ziel:den Bismarckturm. Die Aufgabe bestand nundarin,diesen zu erreichen,ohne durch die Stadt Landstuhl zu wandern. Nach einem Blick in die Karte fanden wir den richtigen Weg über die Stadtteile Melkerei und Atzel. Am Bismarckturm angekommen, wurden wir nochmals mit einer schönen Aussicht belohnt. Anschließend wanderten wir durch Landstuhl wieder zurück zur Schule,um dort unseren heutigen Weg mit Hilfe einer Folie und Karte zu zeichnen. Unsere heutige Etappe betrug 10 Kilometer.

Am zweiten Tag war wieder morgens zur ersten Stunde Treffpunkt an der Sporthalle. Das erste Ziel wurde von unseren beiden Lehrern benannt. Wir mussten den Weg über Kindsbach zum Sportplatz des SV Bann suchen. Nach kurzen Beratschlagungen ging es über den Fahrradweg in Richtung Kindsbach. Nach einigen Fehlschlägen beim Auffinden des richtigen Weges haben wir endlich den Waldweg in Richtung Bann gefunden. Bei heißen Temperaturen waren wir alle froh,als es in den kühleren Wald ging. Nach einer kurzen Pause in Bann wurde das nächste Ziel „Bärenloch“ anvisiert. Dort angekommen hatten wir uns die Pause redlich verdient. Mit Hilfe der Karte fanden wir dann auch schnell wieder den Weg zurück zur Schule. Die heutige Kilometerleistung belief sich auf 14. 

Der dritte und letzte Tag startete wieder an der Sickingen Sporthalle. Nach dem Austeilen der nun schon bekannten „Ausrüstung“ Karte und Kompass war unser erstes Ziel für heute der Silbersee. Bei heißen Temperaturen haben wir den Weg schnell gefunden und waren bereit für das nächste Ziel:die Gedenkstätte zur Flugzeugkatastrophe in Ramstein. Dieses Ziel zu finden war schwierig, aber nach einigen Diskussionen und Vorschlägen konnten wir auch diese Aufgabe meistern. Zum Tagesabschluss haben wir gemeinsam etwas gegessen, um dann gestärkt den Heimweg in Richtung Schule anzutreten. Die heutige Etappe war insgesamt 14 Kilometer lang. Nach diesen drei Tagen können wir sagen, dass wir uns nach einer kurzen Einführung schon recht ordentlich ohne digitale Hilfsmittel in unserer Umgebung zurechtfinden können. Die Karte und der Kompass haben uns immer zum Ziel gebracht und auch wenn es jeden Tag anstrengend war, hat es eigentlich immer Spaß gemacht.

Leonie, Jonas (8a) und Luis (8c)

Einblicke in die Berufswelt – 

Wir besichtigen Betriebe und lernen spannende Berufe kennen

Bei diesem Projekt konnten die acht teilnehmenden SchülerInnen (Julia, Lilly, Luca, Berry, SevilayLukas, alle 7b und Abdulkadir und Marvin, beide 8b) zwei Betriebe und die dort angesieldelten Berufsbilder kennen lernen.

Am ersten Projekttag lernten die SchülerInnen zwei Internet-Seiten kennen, mit deren Hilfe man sich sehr gut über Berufe (Ausbildungs- und Studienberufe) informieren und Kurzfilme anschauen kann: (www.berufenet.arbeitsagentur.de,www.planet-beruf.de).

Am zweiten Tag besichtigten sie das große Holzbearbeitungswerk der Firma Rettenmeier in Ramstein, was für alle sehr eindrucksvoll war. Frau Stempinski (Ausbildungsbeauftragte) und Herr Flauaus (Holzbearbeitungsmechaniker und Abteilungsleiter) begrüßten die Gruppe im Ausstellungsraum der Firma. Dort konnten die SchülerInnen gleich sehen, welche Produkte hauptsächlich hergestellt werden: Massivholzprodukte für den Gartenbereich wie z.B. Terrassendielen und Sichtschutzwände. Dann fand eine erste Gesprächsrunde statt, in der Frau Stempinski die Firma Rettenmeier vorstellte und anschließend konnten die SchülerInnen ihre vorbereiteten Fragen zur Firma und den Ausbildungsberufen stellen. Frau Stempinski und Herr Flauaus gewährten Einblicke in ihren persönlichen beruflichen Werdegang. In folgenden Berufen kann man eine Ausbildung machen: Holzbearbeitungsmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Elektroniker/-in Betriebstechnik, Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in, Industriekaufmann/-frau. Beim anschließenden Rundgang über das 40ha große Gelände, das entspricht 40 Fußballfeldern, konnten die SchülerInnen den Weg, den das Holz bei der Verarbeitung nimmt, verfolgen: Anlieferung, Rundholzplatz, Entrindungs- und Sortieranlage, Sägewerk, Hobelwerk, Trocknungs- und Kesseldruckimprägnierungsanlage.

Dabei beeindruckten sie vor allem die riesigen Dimensionen der Anlagen, die Bearbeitungsgeschwindigkeit, der Lärm, aber auch der Duft des Holzes. In einer abschließenden Gesprächsrunde wurden neu entstandene Fragen beantwortet.

Am letzten Projekttag stand der Besuch der Stadtgärtnerei Landstuhl auf dem Programm. Herr Schreiner begrüßte die SchülerInnen vor dem Gewächshaus der Gärtnerei. Zum Einstieg durften sie gleich Hand anlegen und Eisblumen zurückschneiden und umtopfen. Damit, so erklärte ihnen Herr Schreiner, hätten sie bereits die wichtigsten Tätigkeiten des Gärtners Fachrichtung Zierpflanzenbau kennen gelernt. Den SchülerInnen gefiel diese praktische Arbeit und jeder hatte im Handumdrehen 4-5 Eisblumen zurückgeschnitten und umgetopft. Danach erzählte Herr Schreiner etwas zur Stadtgärtnerei und zum Beruf des Gärtners Zierpflanzenbau, in dem die Stadtgärtnerei viele Jahre ausgebildet hat, was jetzt leider nicht mehr geschieht. Die SchülerInnen stellen wieder ihre vorbereiteten Fragen. Danach führte Herr Schreiner die Gruppe über das 1ha große Gelände mit Lagerhalle Gewächshaus, Außenbeeten, Kompostieranlage und Regenwassersammelbecken (20.000 Liter). Immer wieder stellte er den SchülerInnen verschiedene Pflanzen mit deutschem und lateinischem Namen vor. Zum Schluss bekam jeder eine Hahnenkamm-Pflanze geschenkt. Als die SchülerInnen wieder in der Schule waren gestaltete jeder zu einem Beruf oder zu einem der zwei besuchten Betriebe ein Plakat, auf dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst wurden. In der Abschlussrunde brachten die SchülerInnen zum Ausdruck, dass ihnen der Besuch der Betriebe sehr gut gefallen hat und sie dadurch Berufe besser und neu kennen lernen konnten.

Die SchülerInnen, die Schulsozialarbeiterin Andrea Staudinger und der Jobfux Stefanie Heine-Donauer der Integrierten Gesamtschule Am Nanstein Landstuhl bedanken sich bei Frau Stempinksi und Herrn Flauaus von der Firma Rettenmeier sowie bei Herrn Schreiner von der Stadtgärtnerei für die interessanten Betriebsführungen.

Mächenfußballprojekt