Erster Jahrgang legt Abitur an der Integrierten Gesamtschule Am Nanstein ab

In diesem Jahr haben zum ersten Mal SchülerInnen ihr Abitur an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Nanstein abgelegt. Mit einer Feier in der Stadthalle wurden die 37 jungen Erwachsenen nun auf ihren weiteren Lebensweg entlassen.

Schulleiterin Monika Wagner-Gödtel begrüßte die zahlreichen Gäste. Sie blickte zurück auf die Entwicklung der gymnasialen Oberstufe an der IGS Am Nanstein. Ihr herzlicher Dank galt allen, die mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft hier zu einem guten Gelingen beigetragen haben.

„Die Versuchskaninchen verlassen das Labor“ hatte sich der erste Abiturjahrgang als Motto gewählt. Diesen Leitspruch griff Wagner-Gödtel bei ihrer Abschlussrede auf. Die Lehrkräfte wie auch die SchülerInnen waren gefordert, die erste „Versuchsreihe“ erfolgreich zu durchlaufen. Eine Menge Organisationsarbeit wie auch gewaltige Stoffmengen galt es in einem straffen Zeitplan zu bewältigen. Dass bei einem solchen Projekt nicht immer alles reibungslos verläuft, verschwieg die Schulleiterin nicht. Umso schöner sei es gewesen zu erleben, wie die neue Oberstufe immer mehr zusammenwuchs und nun die Ernte des ersten Abiturjahrgangs eingefahren werden konnte. Die Schule könne nur die Rahmenbedingungen bieten, zeigen was sie leisten können, müssten die SchülerInnen selbst. Schön findet Monika Wagner-Gödtel auch, das Heranreifen der jungen Persönlichkeiten mit zu verfolgen. Schließlich ging es neben der Wissensvermittlung auch darum, das selbständige Erarbeiten und weitere Fähigkeiten zu erlernen. Mit Zitaten gab die Schulleiterin dem Abschlussjahrgang noch ein paar Gedanken mit auf den Weg. „Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn man all das, was man in der Schule gelernt hat, vergisst“ von Albert Einstein und „Wie immer du handelst, handele klug und bedenke die Folgen“. Verstand, Vernunft und Urteilsvermögen sollen ihnen gute Begleiter sein. Mit dem Abitur haben die SchülerInnen nun den höchsten Schulabschluss erreicht und damit eine sehr gute Basis für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg geschaffen. Die Schulleiterin wünschte den AbiturientInnen für die Zukunft von Herzen alles Gute.

Mit dem Leitmotiv „Türen“ beschrieben zwei der Abiturientinnen die Oberstufenjahre als ihr „Leben im 45-Minuten-Takt“, bei dem sich Türen öffneten, schlossen und wieder neue auftaten. Sie bedankten sich bei all denjenigen, die sie in ihren Schuljahren begleitet haben.

Die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt, überbrachte Glückwünsche im Namen des Landkreises Kaiserslautern und auch von Landrat Ralf Leßmeister. Als Anerkennung für die beste Abiturnote des Jahrgangs überreichte sie Ann-Kathrin Urschel einen Preis.

Im Anschluss blickte Bürgermeister Dr. Peter Degenhardt zurück auf die Umstrukturierung der Schule zu einer Integrierten Gesamtschule. Er sei stolz auf den Werdegang und die gute Arbeit der IGS Am Nanstein. In den letzten 11 Jahren seien hier einige Maßnahmen für eine moderne Ausstattung durchgeführt und einige Investitionen getätigt worden. Als Ausdruck der besonderen Bedeutung der Schule schloss der Bürgermeister seine Rede mit Worten des kürzlich verstorbenen Stephen Hawkin „Wir alle sind nur eine weiterentwickelte Art von Affen, auf einem unbedeutenden Planeten eines sehr durchschnittlichen Sterns. Aber wir können das Universum verstehen. Das macht uns zu etwas sehr Besonderem.“

Dr. Peter Degenhardt zeichnete danach noch SchülerInnen für besondere Leistungen aus.

Im Namen der Verbandsgemeinde Landstuhl überreichte er Preise an Ann-Kathrin Urschel für besondere Leistungen im Fach Sozialkunde, Luzie Drumm für besondere Leistungen im Fach Englisch, Hannah Bissinger für besondere Leistungen Fach Deutsch sowie Jan Escher und Kim Hilbert für die erfolgreiche Ausbildung zum DFB-Junior-Coach.

Auch seitens der Sickingenstadt Landstuhl wurden Preise vergeben und von Stadtbürgermeister Ralf Hersina überreicht. Ausgezeichnet wurden Jennifer Jelinski, Niklas Kohlmayer und Lukas Scherne für die erfolgreiche Ausbildung zum DFB-Junior-Coach. In seiner Ansprache bezeichnete Hersina den ersten Abiturjahrgang als Pioniere. Mit ihrer Vorreiterrolle könnten sie aufzeigen, was optimal gelaufen sei und wo noch Verbesserungsbedarf bestehe. Er griff auf eine Aussage aus seiner eigenen Studienzeit zurück und wünschte den jungen Erwachsenen mit den Worten „Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht“ alles Gute.

Nach weiteren Preisvergaben durch Schulleiterin Monika Wagner-Gödtel überbrachten Herr Jaberg vom Förderverein der Integrierten Gesamtschule „Am Nanstein" Landstuhl e.V. wie auch Herr Ruof als Schulelternsprecher den AbiturientInnen ihre Glückwünsche.

Mit Unterstützung der Lehrkräfte hatten die SchülerInnen ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm zusammengestellt. Gekonnt führten zwei der Abiturientinnen durch den Abend. Mit Musikdarbietungen und der Szene „Das märchenhafte Lehrerzimmer“ präsentierten die jungen Leute ihre vielfältigen Fähigkeiten und riefen Begeisterung beim Publikum hervor.

Am Ende der Veranstaltung stand das Abschlusslied und mit der Überreichung eines Schlüsselanhängers als Erinnerung an die Schule wurden die AbiturientInnen verabschiedet.

 

Impressionen der ersten Abiturfeier an der IGS Am Nanstein