Jüdische Zeitzeugin berichtet von ihren Erlebnissen während des Holocaust

Eine besondere Geschichtsstunde erlebten die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs der IGS am Nanstein und Realschule Plus in Landstuhl. Die heute in Israel lebende Emmie Arbel war mit ihrer Tochter Michal in die Schule gekommen, um als Zeitzeugin über ihre Erfahrungen aus dem Konzentrationslager zu berichten. Ihre Tochter Michal schilderte anschließend, wie sich die Erfahrungen der Mutter auf ihr eigenes Leben ausgewirkt haben.

Begleitet wurden die beiden Frauen von der Kabarettistin und Schauspielerin Alice Hoffmann. Sie übersetzte die in holländischer Sprache vorgetragenen Erinnerungen und war als Moderatorin behilflich. 

Emmie Arbel wurde 1938 in Den Haag geboren. Mit vier Jahren wurde sie wie die Mehrzahl der jüdischen Bevölkerung Hollands ins Übergangslager Westerbork gebracht und verbrachte anschließend mehr als zwei Jahre im KZ Ravensbrück. Beeindruckend schilderte sie ihre erschütternden Erlebnisse, den Transport im Viehwagen, die Lebensbedingungen, das miserable Essen, die Erniedrigungen und die ständige Konfrontation mit dem Tod. 

Gegen Kriegsende wurde sie in das KZ Bergen-Belzen verlegt, wo ihre Mutter starb. Befreit von englischen Truppen wanderte sie über Holland 1948 nach Israel aus und lebte vorübergehend auch in Amerika. 

In ihrem weiteren Leben holte sie überall das Trauma Konzentrationslager ein, so dass sie auch weiterhin schwere Zeiten zu durchleben hatte. 

Betroffen hörten die Schüler den Ausführungen der KZ-Überlebenden zu und stellten anschließend viele Fragen, die auch zeigten, dass man das Unvorstellbare kaum begreifen kann.

Emmie Arbel setzt die Aufklärungsarbeit ihres inzwischen schwer erkrankten Bruders Menachem Kallus fort, der vor zwei Jahren unsere Schule besucht hatte. Ihre Berichte sollen den Jugendlichen zeigen, dass man nicht schweigen darf, damit sich Ähnliches nicht nochmals wiederholt. Diese besondere Geschichtsstunde mit einer Zeitzeugin wird dieses Ziel nicht verfehlen. 

31. Oktober 2011: Fahrt zum Hambacher Schloss

Bei herrlichem Herbstwetter fuhr die Klasse 9d in die Vorderpfalz, um das Hambacher Schloss in der Nähe von Neustadt/W. zu besuchen. Dort hatten sich am 27. Mai 1832 rund 30 000 Menschen eingefunden, um Demokratie, ein vereintes Deutschland und Grundrechte wie Meinungs-, Presse-, und Versammlungsfreiheit zu fordern. Daher gilt dieser Ort bis heute als die „Wiege der Demokratie“ in Deutschland.

Die 26 Schülerinnen und Schüler hatten das Thema im Vorfeld ausführlich mit ihrem Klassen- und Geschichtslehrer Herrn Herzel vorbereitet und bekamen nun vor Ort zunächst eine Führung, die eine gelungene Ergänzung und Wiederholung des Themas darstellte. Im Anschluss hatte jeder die Gelegenheit, die multimediale Ausstellung im Schloss anzusehen.

Nachdem man noch ausgiebig die herrliche Aussicht über das Rheintal genossen hatte, ging es zurück nach Landstuhl.

Erfreulicherweise wurden die Kosten für die Führung, den Eintritt in die Ausstellung, weiterhin für einen ausführlichen Katalog zur Ausstellung sowie die Hälfte der Fahrtkosten vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz übernommen.

 

 

9.11.2011

Hier geht es zum Bericht über den Schulbesuchstag der Landtagsabgeordneten Frau Mohr und Herr Klein.

Zum Mauerfall gab es am 9.11.2011 auch eine Plakatausstellung über die Geschichte der Berliner Mauer.

02.11.2011

Schüler der Klasse 9d besuchen das ehemalige Konzentrationslager Osthofen

Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fuhren am 2. Dezember die Schülerinnen Denise Denzer, Jessica Kerchner und Vanessa Makowe mit ihrem Klassenlehrer Herrn Herzel zum Netzwerktreffen nach Osthofen bei Worms.

Dort trafen sich Vertreter aller rheinland-pfälzischen Schulen, die an diesem Projekt teilnehmen. Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Projekts in Rheinland-Pfalz – Frau Dr. Patzke - fanden Workshops u.a. zum Thema Rechtsextremismus statt. Anschließend hatte man die Möglichkeit, an einer Führung durch das ehemalige Lager teilzunehmen.

Da konnte man erfahren, dass Osthofen das erste Konzentrationslager auf deutschem Boden war. Es wurde bereits bald nach der Machtübernahme der Nazis im April 1933 auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik, die einem zuvor enteigneten Juden gehört hatte, eingerichtet und bestand für etwa ein Jahr. Dort wurden vor allem Kommunisten und weitere politisch Andersdenkende für einige Wochen eingesperrt und gequält mit dem Ziel, sie einzuschüchtern. Offiziell hieß es, Osthofen sei ein „Umerziehungslager“. Heute ist es eine Gedenkstätte. Am Nachmittag folgte eine Veranstaltung der Fanbeauftragten des 1. FCK sowie von Mainz 05. Sie berichteten, auf welche Weise sie mit den Fangruppen zusammenarbeiten, um ein tolerantes und respektvolles Miteinander zu erreichen.

Mit einem Mitmachtheater zum Thema „Courage zeigen“ endete die interessante Veranstaltung.

Hier sind Bilder von diesem Tag in Osthofen:

08.03.2012

Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass

Wie schon seit Jahren fuhren auch dieses mal die 10. Klassen unserer Schule nach Frankreich, um dort das einzige KZ, das auf französischem Boden stand, zu besuchen. Im Rahmen der Projekttage am 7. und 8. März bereiten die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag zunächst die Fahrt vor, indem sie eine Stationenarbeit durchführten, einen Film sahen ,eine Internetrecherche durchführten sowie Referate vorbereiteten. Diese hielten sie dann am zweiten Tag vor Ort.

Am 8. März ging es dann um kurz nach acht Uhr los. Zwei Busse mit über einhundert Schülerinnen und Schülern sowie sechs Lehrkräften setzten sich in Richtung Vogesen in Bewegung. Um halb zwölf erreichte man das leicht mit Schnee bedeckte Gelände. Nach der Anmeldung teilten sich die Klassen auf und konnten nun im sogenannten „Europäischen Zentrum“ einen Film sehen sowie eine Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus besichtigen beziehungsweise sich zum Lagergelände aufmachen, um dort ihre Referate an den entsprechenden Stellen zu halten. Zu sehen sind noch eine wieder aufgebaute Baracke (die anderen fielen einem rechtsextremistischen Brandanschlag zum Opfer), das heute als Museum dient. Beim Anblick des Krematoriums, der Sezierräume, der „Aschegrube“ und des sogenannten Bunkers, der als Gefängnis innerhalb des Lagers diente, merkte man vielen Schülerinnen und Schülern an, wie sehr dieser Ort sie emotional beeindruckt. Andere überspielten ihre Gefühle, indem sie versuchten, witzige Bemerkungen zu machen.

Nach einem kurzen Fußweg zur Villa, in der es sich der Kommandant des Lagers mit seiner Familie offensichtlich gutgehen ließ (nebst Swimmingpool vor dem Haus), ging es zurück zum Bus. Nach kurzer Anfahrt wurde nun noch die Gaskammer besichtigt, in der über 80 Häftlinge vergast wurden, die nur zu diesem Zweck aus Auschwitz hertransportiert wurden. Ihre Leichname sollten anschließend zu anatomischen Untersuchungen an die Universität in Straßburg gebracht werden.

Nach drei Stunden Aufenthalt, der vielen sichtlich nahe gegangen war, erfolgte dann die Rückfahrt. Wer sich genauer informieren will, kann dies unter der Adresse www.struthof.fr tun.

 

Hier noch einige Bilder von der Fahrt

23.03.2012

IGS am Nanstein und Realschule Plus beim FCK - Klasse 9d übergibt Unterschriftenliste gegen Rechts

Eine Unterschriftenliste gegen Rechtsextremismus übergab die Klasse 9d  der IGS am Nanstein und Realschule Plus Landstuhl mit ihrem Klassenleiter Uli Herzel dem Teammanager des FCK, Marco Haber.

Nach den antisemitischen Beleidigungen gegenüber dem israelischen FCK-Spieler Itay Shechter nahm dies Herr Herzel, der an der Schule zugleich das Projekt „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ leitet, zum Anlass, eine Aktion ins Leben zu rufen. So entstand die Idee, eine Unterschriftenliste zu erstellen, in der deutlich gemacht wurde, dass diese Tat ein Angriff auf die Menschenwürde darstellt und auf das Schärfste zu verurteilen ist. Insgesamt konnten 640 Unterschriften gesammelt werden, durch die sich die Schüler und das Kollegium von jeglichem rechtsextremistischem Denken und Handeln distanzieren.

Im Rahmen eines Besuches der Ausstellung „Tatort Stadion2“, die aktuell in der Karlsberg-Fanhalle Nord im Fritz-Walter-Stadion zu sehen ist, wurde die Liste am 23. März im Beisein des Konrektors der Schule, Martin Loreth, sowie dem Fanbeauftragten des FCK, Erwin Ress, dem FCK übergeben. Nach einer Führung durch die Ausstellung, die durch Herrn Ress geleitet wurde, nahm Teammanager Marco Haber die Unterschriften entgegen. Er bedankte sich und versicherte, dass der Spieler von der großen Solidarität, die ihm nach dem Vorfall von der Öffentlichkeit entgegen gebracht wurde, sehr beeindruckt ist. Leider konnte der Spieler wegen eines Trainingstermins bei der Übergabe nicht persönlich anwesend sein.

Die Schüler nehmen die Aktion zum Anlass, am Thema Rechtsextremismus weiter zu arbeiten, indem sie am  Schülerwettbewerb „gerechte-sache.de“ des Bundesjustizministeriums teilnehmen werden.

29.04.2012

Fahrt nach Verdun - Gedenkstättenfahrt der 9. Klassen

Bericht von Denise (9d)


Die Klasse 9d fuhr am Donnerstag den 29. April ungefähr zwei dreiviertel Stunden mit unserem Klassenlehrer Herr Herzel im Reisebus nach Verdun in Frankreich. Ich fand diese Fahrt sehr interessant. Wir kamen an Wäldern vorbei die auf sehr welligem Boden standen. Herr Herzel erklärte uns warum die Landschaft so ungewöhnlich aussah. Er sagte uns, dass auf einen Quadratmeter jeweils 4 Granaten eingeschlagen sind und es deshalb so gewölbte Stellen im Boden gibt. Die Landschaft wurde seit Dezember 1916 nicht verändert. Als wir an dem Gebeinhaus ankamen haben wir uns die Knochen von ca. 100 000 gefallenen Soldaten angeschaut. Danach haben wir uns jeweils in kleinen Gruppen entweder auf dem Friedhof mit 15000 Gräber und im inneren des Gebäudes umgeschaut. Dann ging es zur Festung Fort Donaumont wo Herr Herzel uns durch die verschiedene Räumlichkeiten führte. In dem Fort  versteckten und schützten sich die Soldaten.  Dann haben wir  außen  ein Gruppenfoto gemacht. Darauf hin fuhr uns der Busfahrer nach Fleury, ein kleines Dorf auf dem Schlachtfeld das ich am spannendsten fand. Es war eines von neun Dörfern auf dem Schlachtfeld gewesen und wurde mehrfach von Deutschen und Franzosen erobert und wieder zurück erobert. Heute sieht man nur noch die Kapelle, die wieder aufgebaut wurde. Für jedes Haus das dort mal gestanden hat, steht ein weißer Pfosten. Man durfte dieses Gelände nur auf den Wegen betreten denn es wurden noch nicht alle Bomben gefunden und Granaten entfernt. Der Busfahrer wartete schon ungeduldig auf dem Parkplatz vor dem Museum in dem wir uns selbstständig umsehen durften. Zum Schluss haben wir uns noch einen Film über die Schlacht angeschaut. Nach einem spannenden anstrengenden Tag mit der Klasse in Frankreich fuhren wir erschöpft nach Hause.